Archiv für Juni 2007

Promilleabgleich

An den letzten beiden Wochenenden hatte ich die Gelegenheit, die Trinkgewohnheiten meiner Herkunftsheimat (Rheinland) und meiner Wohnheimat (Rhein-Main-Gebiet) miteinander zu vergleichen. Jeweils ein Abend in einer typischen Kneipe der jeweiligen Regionshauptstadt, und ich mußte an beiden Abenden nicht mehr Auto fahren.

In Köln waren wir im Brauhaus Reisdorf am kleinen Griechenmarkt. Ich hab nicht so ganz verstanden, ob der Laden nun offiziell zur Brauerei gehört oder nicht. Der Name legt das eigentlich nahe, aber die Brauerei liegt woanders. Egal. Hauptsache, das Kölsch stimmt. Das tat es, und das Essen war auch noch lecker.

In Frankfurt waren wir im Kanonesteppel, einer typischen Ebbelwoi-Kneipe im Ebbelwoi-Viertel Sachsenhausen. Scheißwetter, also drinnen gesessen. Hat aber gar nix ausgemacht, und der Ebbelwoi (gut, dass ich das nur schreiben muß, aussprechen ist schwer bei meinem rheinischen Hintergrund) leckerte ebenso vor sich hin wie das Essen.

Und der Vergleich? Überlegenes Unentschieden. :*) Kölsch schmeckt mir immer noch besser, aber da trinkt wohl auch die Nostalgie mit.

In jedem Fall empfehlenswert: don’t drink and drive.

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Ohrwurm des Tages

The Piano has been drinking: Schön dich ze sinn.

Geht heute einfach nicht raus aus dem Kopf. Muss aber auch nicht, ich mag das Lied. :-)

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Selber schuld …

Habe ich schon mal durchblicken lassen, dass ich Fan des 1.FC Köln bin? Real Colonia, sozusagen.

Gerade habe ich beim Spiegel einen Artikel entdeckt, der mir so richtig aus der Seele spricht. Außer dass es bei mir schon ein paar Jährchen mehr sind, die ich an diesem Verein hänge. Ich habe das Double von ‘78 bewußt miterlebt, vor allem jenen dramatischen letzten Spieltag der Bundesliga, als der FC fast jedes seiner Tore beim 5:0 gegen St. Pauli brauchte, um noch vor Mönchengladbach zu bleiben, das zeitgeich ein 12:0 gegen Dortmund hinlegte.

Das regt mich heute noch jedesmal auf, wenn ich daran denke. Für Dortmund ging es damals um nichts mehr, die haben Mönchengladbach einfach machen lassen. Und wer war Dortmunder Trainer? Der große Otto Rehagel, der Jahre später bei Bremen den motivierten Hurra-Fußball gepredigt hat. Das hätte er damals seinen Dortmundern mal sagen sollen!

Bis 2010 dann …

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Renovierungsbedürftig …

Heute tut mir alles weh. Ich bin echt renovierungsbedürftig. Dabei habe ich die letzten vier Tage genau das gemacht: renoviert. Unser Arbeitszimmer nämlich. Alle Möbel raus (alles auf Wohnzimmer, Flur und Schlafzimmer verteilt, da wurde die Navigation im heimischen Gewässer Wohnraum schon ein bischen schwierig …), Tapeten abreißen, Teppich raus, neue Tapeten drankleben, Laminat verlegen, neue Schränke aufbauen, alles wieder einräumen. Insgesamt etwa 10 Personentage (vier Tage zu zweit plus an zwei Tagen jeweils eine Person als Unterstützung). Das Ergebnis ist ja echt schön geworden, aber jetzt bin ich renovierungsbedürftig.

Der Mensch besitzt über 600 Muskeln (nur die willkürlichen, also ohne “glatte” die Muskulatur der inneren Organe), und im Augenblick habe ich das Gefühl, ich kenne jeden einzelnen davon persönlich. Und weil man sich bei Muskelkater möglichst “regenerativ und schonend” bewegen soll, tu ich das jetzt mal und lasse Euch mit den beiden Wikipedia-Artikeln allein.

Ich wünsch mir gute Erholung.

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Ich verstehe auch nicht

Neulich berichtete Stefan von einer merkwürdigen Spam-Mail. Jetzt hab ich auch so ein Ding bekommen:

Willst Du dich ausruhen, dann gehst Du. Du zwingst ihn nicht.
Verstehe nicht zu sprechen, ich verstehe auch nicht. Durch Lehre, durch Gebet, durch Ermahnung.
Wann denn hatte er ein GlXck erlebt. Papier und eine F.
Auch sie verschwanden hinter den Kulissen. Auch das scheint sehr sch.
Das Seiende. Seine Blume hatte ihm erz.
Es ist nun schon sechs Jahre her, da. Habe ich es erst jetzt.
Ich lernen, mit dem Boot umzugehen. Liebe stehen im Widerspruch, im.
Heilig oder ganz sXndig. Mir gelingen wird.
MXgest du weiter darXber nachdenken. Bei den Samanas.

Sonst nix. Kein Link, kein Werbetext, nur diese umlautfreie Poesie. Ich frage mich ja nun echt, wozu das gut sein soll. Für den Bösen, meine ich. Ob das vielleicht so eine Art Nebelkerze sein soll, mit der lernende Spamfilter in die Irre geleitet werden sollen? Auch nicht wirklich logisch, aber das einzige, was mir einfällt. Hat jemand eine bessere Idee?

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Schwerhörig

Neulich war ich beim Hörgeräteakustiker, um mir Abdrücke meiner Ohren machen zu lassen. Wozu man die braucht? Die lasse ich mir an Ohrhörer und Headset montieren. Sowas hatte ich schon mal, ist echt genial, aber dann ist mir das Headset kaputtgegangen.� Grobmotoriker …

Beim HGA wollten die mir aber keine Abdrücke machen, weil ich mir über Jahre einen Pfropf ins Ohr gestopft hatte, in bester hygienischer Absicht natürlich, und mit Qualitätswattestäbchen. Hat aber nix genützt, das Ohr war zu. Ich soll mal zum Ohrenarzt gehen, den Pfropf rausmachen lassen.

Da war ich nun gestern. War auch gar kein Problem, die haben da so ein Spray, das den Pfropf in Sekunden aufgelöst hat. Ganz schön aggressives Zeug. Gut, dass mein Trommelfell das mitgemacht hat. Dann hab ich gleich noch einen Hörtest gemacht, wo ich schon mal da war. Ergebnis: Lärmschwerhörigkeit. Hä? Ich als überzeugter Nichtdiscogänger und mit einem ruhigen Arbeitsplatz gesegneter? Ist aber so, Frequenzen um 4000 Hz höre ich deutlich schlechter (ab 40 db) als andere Frequenzen (ab 10 db). Ist nicht weiter tragisch, im Alltag fällt das gar nicht auf. Was ich aber bedrückend finde: so ein Schaden kann durch ein einmaliges Ereignis (z.B. ein Silvesterböller) entstehen, und dann hat man ihn für immer. Die Hörzellen für den betroffenen Frequenzbereich sind tot und wachsen nicht nach. Weg. Tot. Für immer. Ich glaube, in Zukunft gehe ich noch etwas vorsichtiger mit meinem Gehör um.

Das alles hat übrigens nichts damit zu tun, dass meine Frau mir gelegentlich vorwirft, ich würde ihr nicht zuhören. Das ist eher so eine Art psychologische Schwerhörigkeit. Die ist im Gegensatz zur frequenzspezifischen Lärmschwerhörigkeit auch eher themenspezifisch …

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CONAX, der Barbar

Es fing alles ganz harmlos an. Zwar hatte ich mich schon geärgert, dass der DVB-T Empfang bei uns plötzlich irgendwie weg ist, aber so richtig hatte das alles ohnehin nie geklappt. Wir wohnen im Windschatten des Senders, und da nützt es auch nichts, wenn die Sendeleistung erhöht wird – das bläst alles über und hinweg. Immerhin hat das alles aber lange genug geklappt, um sich an Annehmlichkeiten wie Timeshift, Festplattenrecording und EPG zu gewöhnen. Also Zeit für ein Technologieupdate. Digitales Kabel sollte es sein, weil das Haus, in dem wir zur Miete wohnen, keinen Antennenast mehr hat, seit vor vielen Jahren das analoge Kabel ausgerollt wurde. Also einen Vertrag mit iesy abgeschlossen, und weil die mitgelieferten Receiver ja von der Ausstattung eher an ein Dampfradio erinnern, wurde gleich auch noch ein Receiver mit Festplatte und allem pipapo dazugekauft.

Dann war aber auch Schluß mit harmlos. Der Topf (so heißen die Receiver von Topfield unter Fans, wie ich schnell gelernt hab) wollte keine verschlüsselten Sender anzeigen. Nach längerer Suche in einschlägigen Foren stellte sich dann heraus, dass der eingebaute Kartenslot nur CONAX-Verschlüsselung kann, wogegen iesy mit was anderem verschlüsselt (betacrypt, Nagravision oder so, jedenfalls nicht CONAX) . Zwar hat der Topf noch zwei Slots für zusätzliche Karten, damit die aber richtig entschlüsselt werden, brauchts noch ein CI-Modul für 100 EUR. Also zähneknirschend ins Portemonnaie gelangt und ein AlphaCrypt Modul angeschafft, welches im Forum einen guten Ruf zu haben schien. Ganz frisch aus der Post installiert und — denkste. Immer noch keine Sender. Einige frustrierende Stunden später weiß ich, dass iesy seit kurzem einen neuen Typ Keycards (UM03) verwendet, der nur von den mitgelieferten Dampfradios unterstützt wird. Grrr …

Dann noch ein Funken Hoffnung: angeblich gibt es ein Update für die Software des CI-Moduls. Ja, gibt es. Nein,� meine UM03-Karte wird nicht unterstützt. Und dasist auch egal, weil sich der Treiber für das CI-Modul unter Windows nicht installieren läßt …

Ich werde also wohl zum ersten Mal was online bestelltes zurückschicken müssen. Und das, obwohl ich den Topf eigentlich dringend haben wollte, und er auch nicht kaputt ist oder so. Echt blöd, sowas.

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