Holland in Not?
Alle Welt redet über den heißen April. Die ersten waren wie immer die Katastrophenpropheten, die hinter jedem ungewöhnlichen Wetter die globale Erwärmung sehen. Nicht dass ich der Meinung wäre, es sei alles in Ordnung mit dem Wetter, aber zum einen spielt sich vieles, was ungewöhnlich aussieht, im Rahmen der ganz normalen statistischen Schwankungsbreite ab (dazu übrigens ein Buchtip: Der Hund, der Eier legt), und zum anderen gewöhnt man sich auch an Katastrophennachrichten, wenn sie nur oft genug kommen. Oder regt sich heute noch jemand ernsthaft über Anschlagsmeldungen aus dem Irak auf? Dabei kommen die (gefühlt) etwa alle 2-3 Tage, und in den meisten Fällen sind unbeteiligte Zivilisten unter den Opfern.
Holland in Not? Naja, wenn erstmal der Meeresspiegel signifikant ansteigt, dann könnten unsere Nachbarn wohl noch ein paar höhere und stabilere Deiche brauchen, nehme ich an. Das wird schon noch ein paar Euro kosten, Holland so richtig wasserfest zu machen.
Aber Holland leidet ja nicht nur unter der globalen Erwärmung und ihren Folgen, sondern auch unter der spitzen Zunge ihrer tomatenessenden Nachbarn. Eine besonders nette (und keineswegs anti-holländisch gemeinte) Variante, die beide Themen zusammenfaßte, entspann sich gestern nach einem gemeinsamen Restaurantbesuch, als wir uns überlegten, dass man in unserem Nachbarland angesichts des heißen Aprils vielleicht auf die Produktion von Sun-Dried Tomatoes umstellen könnte. Die könnte man dann direkt vom Feld ernten und bräuchte sie nicht nachträglich noch zu trocknen. Die erste Ernte 2007 könnte dann bald in die Läden kommen …