Schwerhörig
Neulich war ich beim Hörgeräteakustiker, um mir Abdrücke meiner Ohren machen zu lassen. Wozu man die braucht? Die lasse ich mir an Ohrhörer und Headset montieren. Sowas hatte ich schon mal, ist echt genial, aber dann ist mir das Headset kaputtgegangen.� Grobmotoriker …
Beim HGA wollten die mir aber keine Abdrücke machen, weil ich mir über Jahre einen Pfropf ins Ohr gestopft hatte, in bester hygienischer Absicht natürlich, und mit Qualitätswattestäbchen. Hat aber nix genützt, das Ohr war zu. Ich soll mal zum Ohrenarzt gehen, den Pfropf rausmachen lassen.
Da war ich nun gestern. War auch gar kein Problem, die haben da so ein Spray, das den Pfropf in Sekunden aufgelöst hat. Ganz schön aggressives Zeug. Gut, dass mein Trommelfell das mitgemacht hat. Dann hab ich gleich noch einen Hörtest gemacht, wo ich schon mal da war. Ergebnis: Lärmschwerhörigkeit. Hä? Ich als überzeugter Nichtdiscogänger und mit einem ruhigen Arbeitsplatz gesegneter? Ist aber so, Frequenzen um 4000 Hz höre ich deutlich schlechter (ab 40 db) als andere Frequenzen (ab 10 db). Ist nicht weiter tragisch, im Alltag fällt das gar nicht auf. Was ich aber bedrückend finde: so ein Schaden kann durch ein einmaliges Ereignis (z.B. ein Silvesterböller) entstehen, und dann hat man ihn für immer. Die Hörzellen für den betroffenen Frequenzbereich sind tot und wachsen nicht nach. Weg. Tot. Für immer. Ich glaube, in Zukunft gehe ich noch etwas vorsichtiger mit meinem Gehör um.
Das alles hat übrigens nichts damit zu tun, dass meine Frau mir gelegentlich vorwirft, ich würde ihr nicht zuhören. Das ist eher so eine Art psychologische Schwerhörigkeit. Die ist im Gegensatz zur frequenzspezifischen Lärmschwerhörigkeit auch eher themenspezifisch …
TestTestTest