Die Eintrittskarten bitte
Sachen gibts …
Da macht sich jemand in den USA ernsthaft Gedanken darum, dass die Touristen ausbleiben, weil die Kontrollen an den Grenzen zu rigoros sind. Und nicht nur das, der gute Mann hat auch gleich eine Lösung zur Hand: diejenigen, die sich von erkennungsdienstlicher Erfassung und Flugdatenspeicherung immer noch nicht abschrecken lassen, die sollen dann eben Eintritt zahlen. 10,-$ soll der Spaß (Spaß??) kosten. Das Geld, so fabuliert unser Sonnenscheinchen, könnte ja dann in ein verbessertes Tourismusangebot gesteckt werden.
Na wenn das mal gutgeht. Die Idee mit der Touristeuer hatte Mallorca ja auch schon mal (2002). Hat auch nicht geklappt. Wenn ich mich nicht irre, haben die schon nach einem Jahr den Schwanz eingekniffen.
Vielleicht hab ich das ja nur noch nie deutlich genug gesagt, aber ich fahre in Urlaub, um mich zu erholen und Spaß zu haben. Das hab ich aber nicht in einem Land (USA), das mich bei der Einreise erst mal behandelt, als sei ich ein Krimineller. Das hab ich auch nicht in einem Land (Ägypten), in dem ich mich außerhalb der Ferienanlage nur in Buskonvoys bewegen kann, die von schwer bewaffneten Eskorten bewacht werden. Und das hab ich auch nicht in einem Land (Türkei), von dem ich (vor ein paar Jahren) im Radio höre, dass mal wieder eine Bombe in einem Touristenort hochgegangen ist und ein paar Tote hinterlassen hat. Und die Meldung kam nur unter “ferner liefen”, so als sei das gar nichts Besonderes.
Jetzt mag mancher einräumen, das sei alles gar nicht so schlimm wie es dargestellt wird. Kann sein. Aber wozu soll ich das Risiko eingehen (und ich rede nicht mal vom Bomben- oder Inhaftierungsrisiko, sondern nur von dem Risiko eines versauten Urlaubs), wenn es hunderte andere Urlaubsorte gibt, an denen ich meinen Urlaub unbeschwert, erholsam und ohne Eintrittsgeld an der Landesgrenze verbringen kann.
Der Originalartikel steht beim Telegraph, ich habs bei Robert gefunden.
TestTestTest