Archiv für die Kategorie ‘Computer und Technik’

Conficker Test

Mal was nützliches: Der Computer-Wurm Conficker ist ja zur Zeit populärer als man sich das wünscht. Auch die allgemeine (also nicht computernahe) Presse sowie Funk und Fernsehen berichtet darüber, und so kommt allerlei Information über dieses Getier auch bei Leuten an, die sich mit Computern gerade so weit auskennen, dass sie ihn bedienen können, wenn nichts schief geht. Die kriegen dann Angst oder zumindest Bedenken, ob sich das Mistvieh vielleicht auch in ihrem Computer eingenistet hat.

Heise hat sich jetzt die Tatsache zunutze gemacht, dass Conficker einige gängige Antivirusseiten abklemmt, um Virenupdates zu verhindern, und daraus einen simplen Test gebaut, der zumindest Klarheit darüber verschafft, ob man aufatmen kann (keine Infektion) oder ob man etwas unternehmen sollte.

Sehr nützlich, und nicht nur für Leute ohne tiefere PC-Erfahrung.

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Lachendes und weinendes Auge

FC – Augsburg 3:0

Letzten Sonntag hatte der FC seinen Durchbruch. 2:0 in Hoffenheim, und eine Spielweise, die endlich mal wieder Spaß gemacht hat. Außerdem haben fast alle anderen Teams für uns gespielt, so dass man auch in der Tabellensituation durchaus wieder Land sehen konnte. Klar, dass ich mir für heute Nachmittag nichts anderes vorgenommen hatte als einen souveränen Sieg gegen Augsburg auf Premiere zu genießen.

Dass ich um diesen Genuß gekommen bin, lag ausnahmsweise mal nicht an FC. Der hat nämlich vergleichsweise souverän gegen Augsburg gewonnen, wenn man den Newstickern glauben darf. Ich hingegen versuchte ziemlich unsouverän, den Premiere-Receiver zur Kooperation zu bewegen. Der wollte nämlich nicht. Alle anderen Sender waren da (soweit abonniert), nur die Bundesligasender zeigten nur eine Fehlermeldung: dieser Sender sei verschlüsselt. Ja, gut, ist er ja auch, aber meine Smartcard sollte ihn entschlüsseln können. Also habe ich die Smartcard per Internet erneut freigeschaltet (“Diese Smartcard kann nicht freigeschaltet werden”), per Telefonautomat erneut freigeschaltet (“Diese Smartcard kann nicht freigeschaltet werden”), um schließlich bei der Hotline zu landen. Mittlerweile war der FC mit 1:0 in Führung gegangen.

“Ich schalte die Karte jetzt nochmal frei. Wenn das in 10 Minuten nicht gewirkt hat, dann setzen Sie mal den Receiver auf die Werkseinstellung zurück.” Das habe ich nach 10 Minuten gemacht (hat jemand was anderes erwartet?), um dann festzustellen, dass sich alle anderen Sender dem Verhalten der Bundesligasender (“Dieser Sender ist verschlüssel”) angeschlossen hatten. Na toll. Also nochmal Hotline.

“Das kann eigentlich gar nicht sein” (Natürlich nicht!) “Ich deaktiviere die Karte jetzt noch mal und reaktiviere sie dann wieder. Danach müßte in spätestens einer Stunde …” Der FC nutzte diese Stunde, um zwei weitere Tore zu schießen und das Spiel zu gewinnen, während ich mich mit einem Internet-Ticker begnügen mußte und meine Hand immer wieder nervös auf den Tisch tappte.

Nach Ablauf der Stunde war die Situation unverändert – kein Sender! In meiner Verzweiflung versuchte ich noch die klassische ich-weiß-nicht-weiter-Methode. Stecker raus, Stecker wieder rein. Danach ging alles wieder. Gnaaaaa!

Nachdem ich meine Zähne wieder aus dem Teppich befreit hatte, konnte ich gerade noch die Zusammenfassung des Spiels sehen. Wenigstens die Tore sind mir also nicht entgangen. Aber ich weiß noch nicht so recht, ob ich jetzt lachen oder weinen soll. Ich glaube, Premiere mag mich nicht.

Aber der FC steigt auf!

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Ihr habt Sorgen …

Apples Feststelltaste: Da implementiert Apple einen Kniff, der eine typische Fehlbedienung der Tastatur (versehentliches Betätigen der Caps-Lock-Taste) zu erkennen versucht und – wenn erkannt – verhindert. Den unbedarften Computernutzer würde es vielleicht freuen, dass er ein Problem los ist, ohne selbst was dafür tun zu müssen. Nicht so Apples Fanszene. Die (naja, manche) fühlen sich bevormundet und fragen sich öffentlich, ob sie jetzt noch einen Mac benutzen können.

Apples Logo: Etwas älter ist schon der Befund, dass auf demselben Tastaturmodell neuerdings das Apple-Logo auf der Command-Taste fehlt. Auch das ist natürlich ein Affront gegen die treue Gemeinde und wird Apples Marktanteil spürbar verringern.

Googles Logos: Heute schließlich erfuhr die Welt, dass auch Google nicht mit Logos umgehen kann. Die haben doch zu verschiedenen Gelegenheiten immer so hübsche Variierungen ihres Logos online. Offensichtlich gehört die Präsenz in Googles Logosammlung zu den entscheidenden Dingen, ohne die Institutionen von Welt nicht mehr leben können. Jedenfalls gab es von erzkonservativ-amerikanischen Stimmen massive Kritik an Google, weil die zwar den 50. Jahrestag der sowjetischen Raumkapsel Sputnik in ihren Logos hatte, nicht aber den Amerikanischen Gedenktag der Kriegsopfer.

Kinder, Kinder, Ihr habt Sorgen …

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Securimania

Mein Passwortsafe enthält zur Zeit 177 Einträge. Selbst wenn ich veraltete Einträge nicht mitzähle, dürfte immer noch locker eine dreistellige Anzahl übrig bleiben. Das liegt hauptsächlich daran, dass jeder Systembetreiber, Admin oder wer auch immer die Regeln für Passwörter vorgibt, einen Sicherheitsspleen hat, der letzten Endes nur dazu beiträgt, dass die Passwörter unsicherer werden.

Insgesamt erwartet man von mir, dass ich mir hundert Passwörter merke, die in keinem Wörterbuch vorkommen, nicht auf persönlichen Daten basieren, irgendwelche Sonderzeichen enthaltne müssen (jedes nach anderen Regeln) und regelmäßig auslaufen (jedes nach einer anderen Frist).

Wen wundert es da noch, dass Passwörter immer noch 123456 lauten und/oder auf Zetteln unter die Tastatur geklebt werden?

Userfriendly nimmt das zur Zeit mit ein paar hübschen Cartoons auf die Schippe:

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Schwerhörig

Neulich war ich beim Hörgeräteakustiker, um mir Abdrücke meiner Ohren machen zu lassen. Wozu man die braucht? Die lasse ich mir an Ohrhörer und Headset montieren. Sowas hatte ich schon mal, ist echt genial, aber dann ist mir das Headset kaputtgegangen.� Grobmotoriker …

Beim HGA wollten die mir aber keine Abdrücke machen, weil ich mir über Jahre einen Pfropf ins Ohr gestopft hatte, in bester hygienischer Absicht natürlich, und mit Qualitätswattestäbchen. Hat aber nix genützt, das Ohr war zu. Ich soll mal zum Ohrenarzt gehen, den Pfropf rausmachen lassen.

Da war ich nun gestern. War auch gar kein Problem, die haben da so ein Spray, das den Pfropf in Sekunden aufgelöst hat. Ganz schön aggressives Zeug. Gut, dass mein Trommelfell das mitgemacht hat. Dann hab ich gleich noch einen Hörtest gemacht, wo ich schon mal da war. Ergebnis: Lärmschwerhörigkeit. Hä? Ich als überzeugter Nichtdiscogänger und mit einem ruhigen Arbeitsplatz gesegneter? Ist aber so, Frequenzen um 4000 Hz höre ich deutlich schlechter (ab 40 db) als andere Frequenzen (ab 10 db). Ist nicht weiter tragisch, im Alltag fällt das gar nicht auf. Was ich aber bedrückend finde: so ein Schaden kann durch ein einmaliges Ereignis (z.B. ein Silvesterböller) entstehen, und dann hat man ihn für immer. Die Hörzellen für den betroffenen Frequenzbereich sind tot und wachsen nicht nach. Weg. Tot. Für immer. Ich glaube, in Zukunft gehe ich noch etwas vorsichtiger mit meinem Gehör um.

Das alles hat übrigens nichts damit zu tun, dass meine Frau mir gelegentlich vorwirft, ich würde ihr nicht zuhören. Das ist eher so eine Art psychologische Schwerhörigkeit. Die ist im Gegensatz zur frequenzspezifischen Lärmschwerhörigkeit auch eher themenspezifisch …

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CONAX, der Barbar

Es fing alles ganz harmlos an. Zwar hatte ich mich schon geärgert, dass der DVB-T Empfang bei uns plötzlich irgendwie weg ist, aber so richtig hatte das alles ohnehin nie geklappt. Wir wohnen im Windschatten des Senders, und da nützt es auch nichts, wenn die Sendeleistung erhöht wird – das bläst alles über und hinweg. Immerhin hat das alles aber lange genug geklappt, um sich an Annehmlichkeiten wie Timeshift, Festplattenrecording und EPG zu gewöhnen. Also Zeit für ein Technologieupdate. Digitales Kabel sollte es sein, weil das Haus, in dem wir zur Miete wohnen, keinen Antennenast mehr hat, seit vor vielen Jahren das analoge Kabel ausgerollt wurde. Also einen Vertrag mit iesy abgeschlossen, und weil die mitgelieferten Receiver ja von der Ausstattung eher an ein Dampfradio erinnern, wurde gleich auch noch ein Receiver mit Festplatte und allem pipapo dazugekauft.

Dann war aber auch Schluß mit harmlos. Der Topf (so heißen die Receiver von Topfield unter Fans, wie ich schnell gelernt hab) wollte keine verschlüsselten Sender anzeigen. Nach längerer Suche in einschlägigen Foren stellte sich dann heraus, dass der eingebaute Kartenslot nur CONAX-Verschlüsselung kann, wogegen iesy mit was anderem verschlüsselt (betacrypt, Nagravision oder so, jedenfalls nicht CONAX) . Zwar hat der Topf noch zwei Slots für zusätzliche Karten, damit die aber richtig entschlüsselt werden, brauchts noch ein CI-Modul für 100 EUR. Also zähneknirschend ins Portemonnaie gelangt und ein AlphaCrypt Modul angeschafft, welches im Forum einen guten Ruf zu haben schien. Ganz frisch aus der Post installiert und — denkste. Immer noch keine Sender. Einige frustrierende Stunden später weiß ich, dass iesy seit kurzem einen neuen Typ Keycards (UM03) verwendet, der nur von den mitgelieferten Dampfradios unterstützt wird. Grrr …

Dann noch ein Funken Hoffnung: angeblich gibt es ein Update für die Software des CI-Moduls. Ja, gibt es. Nein,� meine UM03-Karte wird nicht unterstützt. Und dasist auch egal, weil sich der Treiber für das CI-Modul unter Windows nicht installieren läßt …

Ich werde also wohl zum ersten Mal was online bestelltes zurückschicken müssen. Und das, obwohl ich den Topf eigentlich dringend haben wollte, und er auch nicht kaputt ist oder so. Echt blöd, sowas.

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Glofiish M700

Bisher habe ich ja eigentlich nicht viel von SDA, MDA und Co. gehalten. Als Hosentaschenhandy kanns kaum klein genug sein, als PDA braucht man eine gewisse Mindestgröße, um auf dem Display noch eine ordentliche Informationsmenge lesbar darstellen zu können. Vielleicht werde ich ja irgendwann noch schwach, wenn E-Ten weiter Geräte baut wie den Glofiish M700. Eigentlich habe ich ja immer noch was daran herumzumäkeln (ich mag diese virtuellen Ziffernblocks nicht, über die man bei so einem Gerät wählt), aber er sieht schon verdammt gut aus …

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Chef-Pedal

Die ersten Möglichkeiten, seine unproduktiven Tätigkeiten am Computer vor unliebsamen Zuschauern (aka “Chef”) zu verstecken, waren schon in einigen Spielen auf meinem guten alten Atari eingebaut. Damals ging das so, dass es einen Hotkey gab, der ein festes Bild einblendete, auf dem irgendwelche vorgeblichen Spreadsheets, Diagramme oder ähnlich wichtig aussehende Dinge zu sehen waren.

Heute geht das unauffälliger, komfortabler und umfassender. Der Stealthswitch ist ein Pedal, das, per USB angeschlossen, unter dem Schreibtisch Platz findet und mit dem Fuß bedient wird. Es macht konfigurierbare Applikationen komplett unsichtbar, blendet die Windows Taskleiste aus und läßt ein vorher konfigurierbares Set an Fensters sichtbar – alles mit einem Fußtritt.

Und wenn alles nichts mehr hilft, kann man seinen Chef auch noch abschießen. Hiermit. Aber vielleicht sollte ich das verschweigen. Als Selbständiger bin ich schließlich selber Chef …

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Aus die Maus

Kann ich eigentlich noch ohne Computer leben? Vordergründig betrachtet kaum. Schließlich verdiene ich mein Geld damit, dass ich für andere Leute programmiere, Systeme warte, Prozesse designe und wenn es sein muß auch schon mal jemandem erkläre, wie er irgendwelche Machen in Word oder Excel umschifft. Und auch mein Privatleben ist von EDV durchdrungen verseucht. Die Finger einer Hand reichen mittlerweile nicht mehr aus, um die Rechner in meinem Privathaushalt zu zählen. Freundschaften pflege ich per E-Mail. Shopping findet hauptsächlich bei Amazon statt. Urlaubsfotos verwalte und präsentiere ich am PC, genauso wie Musik. Ich schlage seit Jahren alle Angebote der ortsansässigen Lokalzeitung für ein Abonnement aus, weil ich aktuelle Nachrichten im Internet lese. Das 20-bändige (hoffnungslos veraltete) Bertelsmann-Lexikon steht nur noch aus nostalgischen Gründen im Regal. Eigentlich könnte ich den Platz sinnvoller nutzen, denn nachgeschlagen wird bei Wikipedia oder Google.

Es geht also nicht mehr ohne Computer. Ich bin abhängig vom PC. Oder gar süchtig? Darüber habe ich vorhin nachgedacht, als ich einen Link auf den Shutdown Day fand. Die veranstalten dort eine Aktion, bei der jeder mal 24 Stunden ohne Computer auskommen soll. Natürlich alle gleichzeitig. Am 24. März 2007.

Na klar kann ich das, hab ich mir gedacht. Ist ja sogar ein Samstag, also nicht mal ein Konflikt mit Job und Projekt. Ein gutes Buch, und der Tag ist rum.

Aber dann kamen doch ein paar Bedenken. Eigentlich sitze ich samstags ziemlich oft vor dem Monitor. An der Homepage basteln, irgendwas rechechieren, was wegen Arbeit liegen geblieben ist. Ein bischen Freesurfing. Allerlei eben. Komme ich ohne das aus? Klar, die am Anfang genannten Punkte machen mich in gewissem Maß organisatorisch abhängig von PC und Internet (auch wenn sich das mit etwas Aufwand vermutlich auch alles wieder ohne PC machen ließe – Briefe schreiben, Fotos zum Entwickeln geben, Musik aus dem Plattenschrank hören), aber ein einziger Tag müßte doch machbar sein. Schließlich nehme ich ja auch keinen Laptop mit in Urlaub. Aber das ist dann irgendwie doch was anderes. Im Urlaub stürmt soviel Neues und Nichtalltägliches auf einen ein, dass es mir leicht fällt, den Alltag und seine Unvermeidlichen Utensilien zu vergessen. An einem ganz normalen Samstag hingegen steht die Versuchung der PC in unmittelbarer Reichweite. Ich bräuchte nur zuzugreifen. Ein Tastendruck, und ich habe verloren.

Ob ich das schaffe? Ich glaube, ich werde das mal versuchen.

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Desponsoring

Ich habe die Nachricht, dass der taiwanesische Konzern Benq nach dem Zusammenbruch seiner von Siemens übernmmenen Handysparte (unter Verlust mehrerer tausend Arbeitsplätze) jetzt einer der zehn Hauptsponsoren der Fußball-Europameisterschaft 2008 wird, zum Anlaß genommen, mein Sponsoring für Benq einzustellen. Will heißen: für das frisch angeschaffte Display habe ich lieber ein paar Euro mehr augegeben, als ein Benq-Modell zu kaufen. Und ein neues Mobiltelefon habe ich mir auch gerade gekauft. Eines, auf dem der Schriftzug “BenqSiemens” nicht mehr draufsteht.

Jetzt funke ich mit einem Sony Ericsson K610i, bin genauso begeistert wie letztes Frühjahr beim Kauf des jetzt eingemotteten Modells von Benq und hoffe, dass ich das neue jetzt ein bischen länger benutzen kann.

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