Archiv für die Kategorie ‘1.FC Köln’

FC-Stammtisch

Ich hab ja schon länger nichts mehr über den 1.FC Köln geschrieben, was größtenteils meiner Faulheit zuzuschreiben ist (wie überhaupt die Artikelflaute hier, mea culpa), aber jetzt gibt es im FC-Umfeld etwas neues, was mir so gut gefällt, dass ich es gleich jedem erzählen muss, der es hören will (oder nicht) (oder lesen will).

Inspiriert durch das Frühstücksmagazin unter den Fußballsendungen im DSF hat sich ein FC-Fan aufgemacht und einen FC-Stammtisch auf die Beine gestellt, bei dem Gäste aus dem FC-Umfeld, der Presse und sehr bewußt auch aus der Fanszene über aktuelle FC-Themen diskutieren. Natürlich geht alles ein wenig amateurhaft zu, aber das hat seinen guten Grund: die Macher sind Amateure, der Stammtisch ist von Fans für Fans, und  der Anspruch liegt ganz klar eher beim Inhalt (wenn auch nicht ausschließlich: gegenüber den ersten Anfängen hat sich z. B. an der Technik schon einiges getan). Mir gefällt diese Ausrichtung auch sehr gut, und ich bin sehr davon angetan, dass man so interessante Gäste wie Michael Trippel (den Kölner Stadionsprecher), Tobias Kaufmann vom Kölner Stadtanzeiger oder Lars Leese (Trainer der SSG 09 Bergisch Gladbach) gewinnen konnte. Mir ist das jedenfalls wichtiger als perfekte Technik. Wie beim FC: da sind mir Treffer auch wichtiger als perfekte Technik. :-)

Da man als Hobbyist nun nicht mal so eben einen Sendeplatz im herkömmlichen Fernsehen bekommt, wird das Ergebnis als Video im Internet bereitgestellt, was für meinen Geschmack auch den Vorteil hat, dass man wesentlich freier bestimmen kann, wann man sich die Sendung anschaut. (Ja, ich weiß, dass man Videorecorder programmieren kann, aber mir gefällt es trotzdem so besser.) Man hat mit www.koeln.de einen regionalen Partner gefunden, der die Videos hostet. Die aktuelle Folge ist hier zu sehen, und bei koeln.de werden auch weitere Folgen erscheinen. Wem’s gefällt, dem sei übrigens ans Herz gelegt, einen Kommentar bei koeln.de zu hinterlassen. Klicks und Kommentare sind die Währung, nach der heute Medien bewertet werden, und Feedback hilft den Machern sehr weiter.

Ich mag übrigens auch Kommentare hier. :-)

Ach so, noch was: wer die Anfänge des FC-Stammtischs sehen will: hier gibts sich die Pilotfolge (mit Lars Leese).

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Prinzenproklamation

Gestern abend lief im WDR Fernsehen die Aufzeichnung der Kölner Prinzenproklamation 2009.

Der 1. FC Köln hat heute seine eigene Prinzenproklamation: auf der FC-Homepage meldet der Verein die Verpflichtung von Lukas Podolski ab der kommenden Saison.

Wie soll ich denn jetzt bloß die Zeit bis zum ersten Spieltag der Saison 2009/2010 durchstehen?

Alaaf!

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Kompromiss

Was tut man, wenn er gerne zum Fußball will, sie aber subtil zu verstehen gibt, dass sie nicht auf die Annehmlichkeiten des Valentinstages (auf den das Spiel pikanterweise fällt) verzichten möchte?

Man bucht eine Nacht in einem der vornehmsten Hotels der Stadt, ermöglicht ihr einen Einkaufsbummel ohne genervten Ehemann im Schlepptau, einigt sich auf das gemeinsame Lieblingslokal zum Abendessen und freut sich auf ein gemeinsames Wochenende, an dem doch jeder sein persönliches Bonbon bekommt.

Und wenn “Hotelsuche” nicht bei HRS endet (ansonsten brauchbar und gerne genutzt), sondern auch zu Octopustravel führt (ansonsten eher für internationale Buchungen genutzt), dann wird das Hotel auch noch ganz schön günstig.

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Rückrunde, Alaaf

So, gleich gehts ins Wochenende, und heute Abend ist dann endlich die Winterpause vorbei.  Der FC startet gleich mit einem Knüller: im ausverkauften eigenen Stadion mitten im Karneval gegen einen fanbefreundeten Club, dessen Fans als positiv verrückt gelten. Ausserdem wird St. Pauli sich vermutlich nicht einfach hinten reinstellen und Beton anrühren, sondern mitspielen. Eine Sieggarantie gibts da natürlich nicht, aber die Chancen auf ein munteres Spiel und eine Riesenparty stehen recht gut. Und ich glaube an einen Sieg des FC.

Als Exilrheinländer in Hessen kriege ich das alles natürlich nur am Fernseher mit, aber Kölsch und Chips stehen bereit, da klappt das auch so mit der Stimmung.

Ach so, und noch was: Schidsrichterin des Spiels ist Bibiana Steinhaus. Außer wegen der guten Kritiken, die die bei ihren bisherigen Spielen bekommen hat, passt das auch deshalb sehr gut, weil doch in Köln seit Weiberfastnacht die Frauen die Stadt in der Hand haben. Warum also nicht auch das Stadion?

Und jetzt: auf ein schönes Spiel und drei Punkte!

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Füße hoch oder ich stinke

Wer in diesen Tagen einen Brief mit fühlbar weichem Inhalt im Briefkasten hat, der ist seinem Ende möglicherweise nahe. Naja, nicht dem wirklichen Lebensende, aber doch dem gespielten Tod. Der Brief könnte nämlich ein paar Socken enthalten, den ein Kämpfer der Sock Wars auf den Weg geschickt hat, um seine Gegner … äh … Mitspieler aus dem Weg zu räumen.

Die Tagesschau berichtet über das Spiel, das eigentlich dazu dienen soll, das altbackene Image von Hobbystrickern etwas aufzubessern. Das könnte böse enden, wenn jemand mal in der Eile die frischgestrickten Socken mit den ungewaschenen Exemplaren verwechselt …

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Lachendes und weinendes Auge

FC – Augsburg 3:0

Letzten Sonntag hatte der FC seinen Durchbruch. 2:0 in Hoffenheim, und eine Spielweise, die endlich mal wieder Spaß gemacht hat. Außerdem haben fast alle anderen Teams für uns gespielt, so dass man auch in der Tabellensituation durchaus wieder Land sehen konnte. Klar, dass ich mir für heute Nachmittag nichts anderes vorgenommen hatte als einen souveränen Sieg gegen Augsburg auf Premiere zu genießen.

Dass ich um diesen Genuß gekommen bin, lag ausnahmsweise mal nicht an FC. Der hat nämlich vergleichsweise souverän gegen Augsburg gewonnen, wenn man den Newstickern glauben darf. Ich hingegen versuchte ziemlich unsouverän, den Premiere-Receiver zur Kooperation zu bewegen. Der wollte nämlich nicht. Alle anderen Sender waren da (soweit abonniert), nur die Bundesligasender zeigten nur eine Fehlermeldung: dieser Sender sei verschlüsselt. Ja, gut, ist er ja auch, aber meine Smartcard sollte ihn entschlüsseln können. Also habe ich die Smartcard per Internet erneut freigeschaltet (“Diese Smartcard kann nicht freigeschaltet werden”), per Telefonautomat erneut freigeschaltet (“Diese Smartcard kann nicht freigeschaltet werden”), um schließlich bei der Hotline zu landen. Mittlerweile war der FC mit 1:0 in Führung gegangen.

“Ich schalte die Karte jetzt nochmal frei. Wenn das in 10 Minuten nicht gewirkt hat, dann setzen Sie mal den Receiver auf die Werkseinstellung zurück.” Das habe ich nach 10 Minuten gemacht (hat jemand was anderes erwartet?), um dann festzustellen, dass sich alle anderen Sender dem Verhalten der Bundesligasender (“Dieser Sender ist verschlüssel”) angeschlossen hatten. Na toll. Also nochmal Hotline.

“Das kann eigentlich gar nicht sein” (Natürlich nicht!) “Ich deaktiviere die Karte jetzt noch mal und reaktiviere sie dann wieder. Danach müßte in spätestens einer Stunde …” Der FC nutzte diese Stunde, um zwei weitere Tore zu schießen und das Spiel zu gewinnen, während ich mich mit einem Internet-Ticker begnügen mußte und meine Hand immer wieder nervös auf den Tisch tappte.

Nach Ablauf der Stunde war die Situation unverändert – kein Sender! In meiner Verzweiflung versuchte ich noch die klassische ich-weiß-nicht-weiter-Methode. Stecker raus, Stecker wieder rein. Danach ging alles wieder. Gnaaaaa!

Nachdem ich meine Zähne wieder aus dem Teppich befreit hatte, konnte ich gerade noch die Zusammenfassung des Spiels sehen. Wenigstens die Tore sind mir also nicht entgangen. Aber ich weiß noch nicht so recht, ob ich jetzt lachen oder weinen soll. Ich glaube, Premiere mag mich nicht.

Aber der FC steigt auf!

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Der FC macht keine gute Figur

FC – Kickers Offenbach 4:1

Mann, hat das gut getan! 4:1 gewonnen, längst nicht alle Fehler abgestellt, aber streckenweise eichtig guten Fußball gespielt.  Und noch dazu zu einem unglaublich wichtigen Zeitpunkt.  Direkt  im nächsten  Spiel nach dem Katastrophenkick gegen Wehen und noch vor der Länderspielpause.

Aber trotzdem hat der FC keine gute Figur gemacht! Mir jedenfalls nicht. Denn trotz aller guten Vorsätze sah ich mich schon in der vierten Minute nicht mehr in der Lage, die Chipstüte zu zu lassen. Und ein Exportbier durfte es auch noch sein. Export? Ja, ein Kölsch im Taunus ist Export! Prost!

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Nach Hause telefoniert?

4. Spieltag 2007/2008: München 60 – FC 1:1

Tsss. Da ist man einmal nicht da, schon geht’s rund beim FC. Naja, das ist eigentlich keine sehr schwere Vorhersage, beim FC geht’s ja immer rund …

Freitag Abend konnte ich mir nur die erste Hälfte des Spiels ansehen. Da habe ich immerhin ein ordentliches Spiel gesehen, mit ein paar wirklich guten Chancen für den FC und einem auffällig motivierten (mit allen positiven Folgen) Thomas Broich. Das beste war aber, dass die Abwehr stabil war. Das hatte ja bisher so gar nicht geklappt. 0:0 zur Halbzeit, bei mir machte sich eine gewisse Zufriedenheit breit.

Dann mußten wir weg: Einladung zum Essen im Familienkreis. Naja, nicht so schlimm, das Endergebnis würde ich mir dann auf dem Handy ergoogeln. Hatte ich gedacht. Leider gab es in dem Dorf im tiefsten Taunus, wo wir hinfuhren, keinen Handyempfang. Auch wenn der Abend richtig nett war, ahnte ich doch nicht, was ich verpasste.

Das Spiel hielt sich in der zweiten Hälfte im Rahmen des Erwartbaren: Führungstreffer für den FC, Ausgleich für 60 durch einen diskutierbaren Elafmeter, und insgesamt das bisher beste FC-Spiel der Saison.

Aber was war das mit diesem Interview von Roland Koch bei Premiere? Hab ich ja nun auch nicht selbst gesehen, also kann ich nur zusammentragen, was in diversen Artikeln zu lesen war:

  • Roland Koch hat irgendwas gesagt, was nicht unzweifelhaft, aber zumindest verdachtsweise auf einen Kontakt zu Christoph Daum in der Halbzeitpause schließen läßt.
  • Später in der Pressekonferenz dementiert er einen Kontakt, nennt seine erste Äußerung missverständlich.
  • FC-Meier bestreitet ebenfalls jeden Kontakt.
  • Der DFB wird aufmerksam und fordert eine schriftliche Stellungnahme von Koch an.
  • Zeugen entlasten Daum und Koch. Daum soll während der ganzen Pause in seiner Lounge gewesen und nicht telefoniert haben.
  • Der DFB findet den FC langsam nervig, weil er immer so viel mit ihm zu tun hat.
  • Der DFB-Chefankläger kann sich nicht so recht vorstellen, dass da was gewesen ist, fände es aber imm Falle eines Falles “nicht mehr witzig”.

Meine Meinung: So gut, wie das Spiel gelaufen ist, wäre ein Kontakt doch gar nicht nötig gewesen. Koch hatte alles im Griff. Im Verein mit den Zeugenaussagen sieht das ja so aus, als wäre da nichts gewesen. Ich glaube auch, dass da nichts war. Aber was um Himmels Willen redet Koch dann in diesem Interview für einen Unsinn? Selbst wenn er mehrfach und penetrant gefragt worden ist, ob es einen Kontakt gegeben habe (stand irgendwo, weiß nicht mehr wo), ich hätte schon erwartet, dass er so professionell ist, das Thema unkommentiert zu lassen. Andererseits paßt das genau ins Bild des FC, bei dem eben immer was los ist. Notfalls wird was los gemacht.

Jetzt wird man wohl bis Montag warten müssen, für dann hat der DFB eine Stellungnahme angekündigt. Aber für das nächste Spiel (und schlimmstenfalls weitere) könnte ich Christoph Daum ein Dorf im Taunus empfehlen. Ohne Empfang kein Kontakt …

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Zumindest die Stimmung ist in Ordnung

3. Spieltag 2007/2008: FC – Carl Zeiss Jena 4:3

Meine Güte, war das ein Nervenspektakel! Kaum hat man sich mit einem Kölsch vor den Fernseher gesetzt, da klingelts schon. Blöderweise im eigenen Kasten. Aber der FC beginnt eigentlich gar nicht so schlecht. Abgesehen von dem Loch in der Abwehr, durch das Jena das 0:1 erzielt hat (wieso muss ich bloss gerade an das Torwandschießen im aktuellen Sportstudio denken?) , ist die Leistung doch deutlich ansehnlicher als gegen Aachen. Und der Ausgleich läßt auch nicht lange auf sich warten. Das 1:2 (diesmal das andere Loch in der Torwand) erscheint dann auch nur wie ein Unfall. Mit der Zuversicht, dass das noch umzudrehen ist, gehts in die Pause.

Und dann? Trauerfußball vom feinsten, keiner läuft sich frei, der Ball wird hinten hin und her geschoben, manchmal auch direkt zum Gegner. Da hätte sogar Aachen noch ein Tor geschossen. Jena tuts auch. 1:3, und meine Zuversicht ist hin,

Aber wir wären ja keine Kölner, wenn wir nicht verrückt wären, oder? Wenn keiner mehr an uns glaubt, dann passiert eben das unglaubliche. Eigentlich wollte Daum ja, dass mit seiner Auswechselung (aller guten Dinge sind drei) ein Ruck durch die Mannschaft geht. Den hat aber dann eher die Auswechselung der Jenaer ausgelöst, sozusagen. Das hätte man dem armen Mann aber auch mal sagen können, dass er nicht trödeln darf, wenn Faryd Mondragon in der Nähe ist. Der Kölner Torhüter schon den Jenaer Nachzügler nach einem Sprint über den halben Platz nachdrücklich vom Platz. Die gelbe Karte, die er sich dabei einhandelte (wofür eigentlich?), nahm er dabei nur am Rande wahr, während er dem Schiedsrichter wild gestikulierend die Schwere des Vergehens des Jenaers vermittelte.

Das unglaubliche an dieser Aktion war, dass sie die Stimmung vollstängik gekippt hat. Sowohl im Stadion (kam im Fernsehen gar nicht rüber, aber was verschiedene Besucher erzählen, ist da eindeutig) als auch in der Mannschaft. Dazu noch ein goldener Lauf von Adil Chihi und eine katastrophale Faustabwehr des Jenaer Keepers ins eigene Tor, und schon hatte der FC mit 4:3 gewonnen.

Tolle Stimmung, ein Gefühl wie drei Esslöffel Adrenalin, aber bei genauer Betrachtung keine dauerhaft befriedigende Leistung. Da muss schon noch ein bischen mehr kommen, wenn wir aufsteigen wollen. Und am Freitag gehts nach München, zum bisherigen Ligadominator. Hoffentlich werden wir unterschätzt. Manchmal hat der Ruf als Karnevalsverein ja auch sein gutes. Freitag wäre ein idealer Zeitpunkt, um das mal zu nutzen. Also: FC Alaaf!

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Jetzt gehts los

1. Spieltag 2007/2008: Sankt Pauli – FC 0:2

Also, da war schon eine gehörige Portion Glück dabei gestern Abend. Pauli hat zu Beginn ordentlich aufgedreht, und wenn Mondragon nicht eine Sonntagsform am Freitag erwischt hätte, dann hätte es schon bald übel aussehen können für den FC. Aber Mondragon hat Arme, die sind gefühlt so lang, als könnte er Torschüsse auch noch von der Eckfahne aus abwehren.

Aber irgendwann werden auch Piraten mal müde, und in der zweiten Hälfte hatte der FC dann zwei gute Chancen. Bei einer 100%-igen Chancenauswertung mach das dann eben zwei Tore. Und außerdem waren Mondragon (schon erwähnt), Özat und Schöneberg doch deutlich besser als zuletzt – und vor allem als pessimismusgeplagte Mitfans befürchtet hatten.

So kanns weitergehen.

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